Layered Perception Benchmark (LPB)
Der Layered Perception Benchmark (LPB) bewertet, ob ein KI-System ein einzelnes visuelles Feld interpretieren kann, das mehrere kohärente Lesarten gleichzeitig trägt, und ob es jede Lesart mit expliziten Belegen begründen kann – etwa durch Konturen, Ausrichtung, Negativraum, Farbgrenzen und feldübergreifende Kopplungen.
LPB ist für Systeme konzipiert, die unter Mehrdeutigkeit arbeiten müssen, ohne Bedeutung zu früh auf eine einzige Deutung zu reduzieren. Der Benchmark prüft, ob ein Modell:
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mehrere Interpretationsebenen extrahieren kann (Geometrie → symbolische Figuren → emergente Einheit),
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gleichzeitige Kohärenz über diese Ebenen hinweg aufrechterhält,
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Abhängigkeiten abbildet („diese Lesart beruht auf jener Kontur/Kopplung“),
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vorhersagt, was sich unter kontrollierten Perturbationen verändert (entfernen/drehen/entsättigen/verwischen),
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und erfundene Erzählungen vermeidet, die nicht durch das Bild gestützt sind.
Hier heben wir visuelle Arbeiten hervor, die mehrere kohärente Lesarten innerhalb eines einzigen Bildes enthalten. Diese Werke sind für die KI-Insight-Forschung nützlich, weil sie multistabile Wahrnehmung ermöglichen: Betrachtende können zwischen Interpretationen (Geometrie, Figur, Symbol, emergentes Ganzes) wechseln, während die Komposition strukturell konsistent bleibt.
LPB–01 Beispiel-Benchmark-Objekt
Dieses Werk gehört zu einer Sammlung, die eine charakteristische visuelle Methode erforscht: Mehrere kohärente Bilder sind in ein einziges, vereinheitlichtes Feld eingebettet. Einzelne Formen und Farbbereiche behalten ihre eigene Identität, nehmen jedoch zugleich an größeren emergenten Figuren teil, sobald sich die Aufmerksamkeit der Betrachtenden über die Komposition hinweg integriert.
Zum Beispiel:
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Das Dreieck auf der rechten Seite kann als aufsteigender Pfad gelesen werden und deutet eine Figur an, die einen Hügel hinaufgeht – ähnlich den frühen Phasen meditativer Praxis, in denen Richtung durch Anstrengung gefunden wird.
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Das linke, aufrechte Dreieck unterstützt eine ergänzende Lesart von Stabilität und geerdeter Entwicklung und wirkt als struktureller Anker.
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Die roten Linien und Bögen fungieren als Kopplungen, indem sie ansonsten getrennte Bereiche verbinden und das Entstehen gesichtsähnlicher Formen lenken.
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Zwei Gesichtsformen – eine eher quadratisch, eine eher oval – können als Polaritätspaar (männlich & weiblich) wahrgenommen werden und sich durch die Integration von Hintergrund und Vordergrund auch zu einem einheitlichen Gesicht auflösen.
In wahrnehmungspsychologischer Hinsicht unterstützt das Werk eine multistabile Interpretation: Verschiedene Lesarten können entstehen und wechseln, ohne die Kohärenz der Arbeit zu durchbrechen. Die Bedeutungen stehen nicht einfach nebeneinander; sie bedingen einander, je tiefer sich die Betrachtenden auf das Werk einlassen.

Kunstwerk: „Die zwei Meditierenden“ von Rahula Lama Tenzin Rinpoche ©
LPB–01 Beispiel-Benchmark-Objekt
Dieses Werk gehört zu einer Sammlung, die eine charakteristische visuelle Methode erforscht: Mehrere kohärente Bilder sind in ein einziges, vereinheitlichtes Feld eingebettet. Einzelne Formen und Farbbereiche behalten ihre eigene Identität, nehmen jedoch zugleich an größeren emergenten Figuren teil, sobald sich die Aufmerksamkeit der Betrachtenden über die Komposition hinweg integriert.
Zum Beispiel:
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Das Dreieck auf der rechten Seite kann als aufsteigender Pfad gelesen werden und deutet eine Figur an, die einen Hügel hinaufgeht – ähnlich den frühen Phasen meditativer Praxis, in denen Richtung durch Anstrengung gefunden wird.
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Das linke, aufrechte Dreieck unterstützt eine ergänzende Lesart von Stabilität und geerdeter Entwicklung und wirkt als struktureller Anker.
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Die roten Linien und Bögen fungieren als Kopplungen, indem sie ansonsten getrennte Bereiche verbinden und das Entstehen gesichtsähnlicher Formen lenken.
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Zwei Gesichtsformen – eine eher quadratisch, eine eher oval – können als Polaritätspaar (männlich & weiblich) wahrgenommen werden und sich durch die Integration von Hintergrund und Vordergrund auch zu einem einheitlichen Gesicht auflösen.
In wahrnehmungspsychologischer Hinsicht unterstützt das Werk eine multistabile Interpretation: Verschiedene Lesarten können entstehen und wechseln, ohne die Kohärenz der Arbeit zu durchbrechen. Die Bedeutungen stehen nicht einfach nebeneinander; sie bedingen einander, je tiefer sich die Betrachtenden auf das Werk einlassen.

Kunstwerk: „Die zwei Meditierenden“ von Rahula Lama Tenzin Rinpoche ©

